Montag, 1. Januar 1990

1990 Colle de Don Bosco Italien

CoLls Don Bosco
- Gastfreundschaft und Hemmnisse

Am Sonntag, dem 9.6.1990 fuhren der LKW vom AVS mit dem Zelt-
material und ein PKW in Richtung Italien. Wir waren voller Neu-
gier auf das zu Erwartende. Wir waren natürlich mit dem PKW
schneller als der LKW. So verabredeten wir uns in Castelnuovo
Con Bosca. Am sanntagabend gegen 20:00 kamen wir, Bernhard,
Renate, Bene und Hajo,an. Wir fanden auch sofort eine Unterkunft.
Wir dachten zwar, daß vielleicht noch der LKW käme, doch wir
rechneten eher mit der Übernachtung der Fahrer.
Am nächsten Morgen, unser Rundgang erbrachte nichts, fuhren
wir zum Collo Don Bosco. Wir meldeten uns an bei Bruder Rocchi,
dem Ökonom der Salesianer, so hieß der Orden. Dieser schloß uns
den Zeltplatz auf, rief Father Rnthon, der uns in Englisch
dolmetschte. Er erklärte und zeigte uns alles, was Zeltplatz
und Waschstelle betraf. Dann warteten wir auf die Ankunft
des LKWs. Doch er ließ auf sich warten. Langsam machten wir uns Sorgen.
Ich telefonierte mit Helmut in Köln und, ließ ihn die Autobahnen
und Grenzen absuchen. Nichts. Am späten Nachmittag sprachen wir
mit Signore Rocchi wegen der Unterbringung in der nächsten Nacht,
denn unsere Zelte waren alle auf dem LKW. Er stellte uns einen
riesigen Pilgerraum mit Notbetten zur Verfügung. Aber noch nichts
über den Verbleib des LKWs. Ich vereinbarte mit Helmut ein letztes
Telefonat gegen 23:30 Uhr. Endlich. Es war nichts passiert. Er
stehe an der Grenze nach Italien.
Am nächsten morgen erreichten uns die Fahrer. Sie hatten Schwierig-
keiten beim Zoll bekommen.
Ich entschied dorthin zu fahren. Gegen 13:00 Uhr waren wir in
Chiasso, fanden den LKW auf dem Zollhof. Ich ließ mir kurz
berichten und marschierte durch den strömenden Regen mit zum Zoll.
Dort kamen wir um 13:30 Uhr an. Ich ging sofort zum Direktor des
Zolls. Eine Italienerin dolmetschte uns. Er wollte erst Kaution
PD.non DM. Er mißtraute uns. Erst ein Telex aus Köln vom Jugend-
amt, also vom Oberstadtdirektor der Stadt Köln, stellte ihm
einigermaßen zufrieden. Er bestand aber trotzdem noch auf 50.000
Lire Kaution.
Auf die warten wir heute noch. Wir kamen aber erst gegen 16:00 Uhr von
der Grenze los, da wir erst eine 2-stündige Mittagspause abwarten
mußten. So kamen uir endlich um 21:30 Uhr am Dienstagabend auf dem
Collo Don Bosco an. Wir bauten die großen Zelte auf, entluden den
LKW, denn der mußte am nächstan Morgen wieder nach Köln.
Die Salesianer Patres zu denen wir viel Kontakt hatten,
unterstützten uns in jeder Beziehung. Sie hatten viel Ver-
ständnis für unsere Gruppe, auch wenn es mal etwas daneben
ging. Ich glaube, daß wir sehr schöne drei Wochen in Italien
verbracht haben. Man muß aber erst einmal hinein kommen.

HaJo

Das Fußballspiel

Um 11:00 Uhr war Anpfiff zum legendären Fußballspiel
zwischen den Leitern und der Lagerauswahl. Unser Schieds-
richter, Lavid lepiese, hatte viel Mühe immer die richtigen
Entscheidungen zu treffen. Abgesehen von der eindeutigen
Niederlage, die die Leiter hinnehmen mußten, verlief das
Spiel reibungslos und ohne große Fouls.
Unsere "Kleinen" hatten nachmittags gegen die Italiener
auch nicht das Glück auf ihrer Seite. Sie mußten ebenfalls
eine Niederlage in Kauf nehmen. Die Kehrseite der Aktion war,
daß sicn die Kinder untereinander freundschaf viel näher-
kamen.

Keine Kommentare: